
Am Wochenende des 18. und 19. Januars 2025 traf sich die Schiedsrichtervereinigung zu ihrem jährlichen Wintertrainingslager in Burkhards. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Theorie, Praxis und sportlichem Ausgleich war das Ziel, die Teilnehmer bestmöglich auf die Herausforderungen der kommenden Rückrunde vorzubereiten. Unter der Leitung des stellvertretenden Kreislehrwarts Florian Höhl und Kreislehrwart Pascal Borck erwartete die Teilnehmer ein vielfältiges Programm, das fachliche Weiterbildung und den Austausch zwischen Neulingen und erfahrenen Schiedsrichtern förderte. Unterstützung als Referent erhielten die Organisatoren von Volker Höpp, einem ehemaligen Hessenliga-Schiedsrichter und erfahrenen Beobachter.
Der Auftakt mit Kennenlernen und Deeskalation
Pünktlich um 08:30 Uhr begann der Lehrgang mit einer Vorstellungsrunde. Die Teilnehmer – eine bunt gemischte Gruppe aus jungen Talenten und erfahrenen Spitzenschiedsrichtern – nutzten die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Dies legte die Grundlage für einen offenen Austausch, der sich durch das gesamte Wochenende zog.
Der thematische Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf Deeskalation – einem wichtigen Bereich, der sowohl auf als auch neben dem Platz eine große Rolle spielt. Eine spielerische Übung zeigte zu Beginn, wie man auch ohne Worte effektiv kommunizieren kann, beispielsweise durch Körpersprache oder Gestik. In der anschließenden Gruppenarbeit reflektierten die Teilnehmer gemeinsam über Situationen, in denen es zu Eskalationen gekommen war, und erarbeiteten Strategien, wie solche Konflikte entschärft werden können. Dabei war die Vielfalt der Erfahrungen ein großer Gewinn, denn sowohl Neulinge als auch langjährige Schiedsrichter brachten wertvolle Perspektiven ein.
Konflikte analysieren und praxisnah trainieren
Nach einem gemeinsamen Mittagessen, das auch Raum für lockere Gespräche bot, widmete sich die nächste Einheit der Frage, wo Konflikte überhaupt entstehen können. Die Gruppen erarbeiteten, dass Eskalationen nicht nur auf dem Spielfeld selbst, sondern ebenso in den Bereichen abseits des Platzes und in den Medien entstehen können. Die Diskussionen führten zu konkreten Ansätzen, die in der Praxis umgesetzt werden können, um solche Situationen frühzeitig zu entschärfen.
Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Videoschulung. Anhand von Spielszenen aus dem Profifußball analysierten die Teilnehmer, wie Schiedsrichter auf hohem Niveau mit Eskalationen umgehen. Dabei wurden nicht nur Fehler, sondern vor allem gelungene Beispiele hervorgehoben, die als Inspiration für den eigenen Umgang mit schwierigen Situationen dienten.
Der sportliche Teil durfte natürlich nicht fehlen: Eine zweieinhalbstündige Sporteinheit mit viel Bewegung und einem abschließenden Fußballspiel sorgte dafür, dass auch die körperliche Fitness trainiert wurde. Hier zeigten die Teilnehmer, dass sie nicht nur mit der Pfeife, sondern auch mit dem Ball umgehen können.
Der Abend stand ganz im Zeichen der Geselligkeit. Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es die Möglichkeit, die Kegelbahn zu nutzen und den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. Ob beim Kegeln, in Gesprächen oder beim gemütlichen Beisammensein – der Teamgeist, der alle verbindet, war deutlich spürbar.
Sonntag: Wissen vertiefen und praxisnah anwenden
Der zweite Tag begann um 9:00 Uhr mit einem Konformitätstest. Hier wurde das Regelwissen der Teilnehmer überprüft, um sicherzustellen, dass alle bestens vorbereitet in die neue Saison starten können. Im Anschluss folgte eine praxisorientierte Einheit, in der das Thema Deeskalation erneut im Fokus stand. Durch nachgestellte Spielszenen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das zuvor Erlernte direkt anzuwenden. Diese Übung war eine wertvolle Gelegenheit, Feedback zu erhalten und verschiedene Ansätze auszuprobieren.
Neben den Organisatoren gilt ein großer Dank vor allem dem Freundeskreis der Schiedsrichtervereinigung, der auch die Veranstaltung auch dieses Jahr unterstützte